Sport gegen Schwangerschaftsstreifen

Schwangerschaft beendet? Der Körper braucht dringend Stärkung – Stärkung durch Sport!

Erinnerungen sind meistens schön; besonders dann, wenn sie etwas mit unserem Nachwuchs zu tun haben.
Zu schnell verging die Zeit zwischen der Verkündung des bevorstehenden Ereignisses und den „Geburtsfreuden“ selbst.
Konnte man es zum Ende der Schwangerschaft auch kaum erwarten – es war doch auch schön, dem eigenen Körper bei der Veränderung zuzusehen.
Zusehen ist auch genau das richtige Wort für diesen Umstand, denn nicht nur die Haut wird rosiger, fast sanfter – auch die Brüste bereiten sich auf den Milcheinschuss vor und nehmen Form an. Die grösste Belastung aber hat der Bauch zu tragen; in Windeseile nimmt er rapide an Umfang zu. Das Bindegewebe wird dabei völlig unvorbereitet gedehnt.
Die Dehnung ist derart stark, dass es teilweise einreisst.
Was entsteht, sind die sogenannten Schwangerschaftsstreifen.
Ist das Baby erstmal geboren, zieht die Haut sich wieder zusammen und sie „erstrahlen“ in voller Pracht; die rötlichen Streifen auf schlaffer, fast Blumenkohlartiger Haut.
Männer brauchen sich jetzt aber keineswegs entspannt zurücklehnen.
Obwohl natürlich nur Frauen schwanger werden können, sind Schwangerschaftsstreifen keine reine Frauendomäne.
Der Begriff wurde zwar von diesem unschönen Schwangerschaftsphänomen abgeleitet – es geht aber grundsätzlich um die Folgen einer schnellen Gewichtszunahme. Dies kann auch durch falsche Ernährung geschehen: Davon sind dann auch Männer direkt betroffen!
Prinzipiell ist diese Tatsache jedoch ein glücklicher Umstand – zumindest für die Damenwelt.
Es bedeutet nämlich eines;
– genauso, wie Männer durch gesunde Ernährung und regelmäßige Bewegung ihre überschüssigen Pfunde und-vor allen Dingen-die hässlichen Streifen wieder loswerden können, gelingt das auch bei den Frauen.
Schwangerschaftsstreifen bekämpfen durch Sport“ – das ist die Devise!

Gezielte Übungen für gezielte Erfolge – „Crunches“

Unter der Bezeichnung „Crunches“ versteht man spezielle Übungen für die Bauchmuskulatur.
Es geht nämlich nicht darum, die ungeliebten Streifen einfach „wegzuzaubern“ – es geht um viel mehr!
Durch die rasche Gewichtszunahme ist das Bindegewebe stark geschwächt.
Die sportlichen Übungen sollten daher in erster Linie für eine Stärkung sorgen; ein starkes Bindegewebe reisst nämlich nicht ein. Folgende Übungen wirken gezielt auf die Bauchmuskulatur:

1. Crunches

Crunches sind die schonendere Variante der Situps.
Man legt sich auf einer bequemen Unterlage auf den Rücken und winkelt die Beine an.
Die Hände liegen jeweils rechts und links am Kopf hinter den Ohren.
Anders als bei den Situps wird jedoch nicht der gesamte Oberkörper angehoben, sondern lediglich der obere Teil der Rückenmuskulatur und die Schulterblätter.
Beim anschließenden Senken ist unbedingt darauf zu achten, dass die obere Rückenpartie nicht wieder ganz den Boden berührt, sondern etwas auf Spannung gehalten wird.
Anfänglich sollte mit 10 Übungen pro Einheit begonnen werden, um eine stetige Steigerung in 2-er-Schritten zu erreichen.
Grundsätzlich gilt aber:
Es ist besser, mehrmals täglich die Übungseinheiten zu summieren, als innerhalb eines Modus;
Gut: morgens 10 – 20 Übungen pro Einheit und
abends 10 – 20 Übungen pro Einheit.
Schlecht: morgens oder abends 40 Übungen pro Einheit.

2. Situps

Ähnlicher Übungsverlauf wie bei den Crunches;
Man legt sich ebenfalls auf einer bequemen Unterlage auf den Rücken, winkelt die Beine an und verschränkt die Hände seitlich am Kopf.
Im Gegensatz zu der vorherigen Übung beugt man den gesamten Oberkörper nach oben und lässt ihn anschließend wieder komplett auf den Boden zurücksenken. Um die Rückenmuskulatur und die Wirbelsäule zu schonen, sollte man dabei unbedingt auf eine gerade Haltung achten.
Da die Übungen 1 und 2 ähnlich aufgebaut sind, sollten die Vorgaben jeweils halbiert werden.
Beispiel: Man möchte 40 Übungseinheiten durchführen – die beiden Übungen werden aufgeteilt;
20 x Übung 1 und
20 x Übung 2.

3. „Käferübung“

Diese Übung ist schon etwas schwieriger und gehört zur Königsdisziplin des Bauchmuskulatur-Trainings.
Die Ausgangsposition ist wieder gleich;
– man legt sich auf einer bequemen Unterlage auf den Rücken.
Die Beine werden allerdings gerade ausgestreckt. Nun winkelt man die Arme an und berührt mit den Fingern die rechte bzw. linke Seite des Hinterkopfes.
Die Ellenbogen sollten dabei seitlich abgewinkelt sein und nach rechts-bzw. links zeigen – sie bilden so eine gedachte Linie zum Oberkörper.
Jetzt hebt man die Schulterblätter vom Boden ab und krümmt den Oberkörper.
Die rechte Brustpartie wird dadurch in Richtung des linken Knies geführt – das linke Knie wiederum wird seinerseits angewinkelt und Brustpartie & Knie kommen sich entgegen und berühren sich. Nach kurzer Spannungshaltung wird das Bein wieder ausgestreckt und der Oberkörper wird wieder „entkrümmt“ und entspannt auf den Boden gelegt.
Danach wiederholt man die Übung mit der linken Brustpartie und dem rechten Knie.
Auch hier empfehlen sich anfangs 10 Übungen.
Dies ist wohl die intensivste Übung für den Bauch; führt man die Übung korrekt aus, spürt man förmlich, wie die Bauchmuskeln sich verhärten.Effektiv sein Traumziel erreichen – mit „sportlicher Geduld“
Dies sind nur ein paar Beispiele möglicher Übungen, die das Bindegewebe stärken und als schönsten Nebeneffekt die lästigen Streifen mehr und mehr verblassen lassen.
Dennoch ist Geduld geboten: Bei Schwangerschaften brauchte der Körper 40 Wochen, bis der leidige Zustand
in Bezug auf das „Streifen-Andenken“ eingetreten ist.
Man sollte seinem Körper auch mindestens diesen Zeitraum zugestehen, sich wieder zu regenerieren.
Das gilt übrigens auch für „angefutterte Streifen“…

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